Ein Ansatz für druckgrafische Projekte: Ein Foto mit kontrastreichen Konturen wird in verschiedenen Vergrößerungen bzw. Ausschnitten ins Bild gesetzt, die einzelnen Schichten erhalten unterschiedliche Helligkeit, was die räumliche Tiefenwirkung erhöht. Das Kompositum hat eine stärkere grafische Wirkung als das Ursprungsbild selber.

Mein Grafik-Generator wählt Zoomstufen und verschiebt die gezoomten Ausschnitte gegeneinander. Ich entscheide, wann ein Bild interessant genug ist, um gespeichert zu werden. Ich speichere mit dem Kompositum auch die drei einzelnen Ausschnitte als Bilder, damit ich sie für Druckgrafiken mit mehreren Druckplatten wieder zusammen setzen kann. Das digitale Kompositum dient in diesem Fall eher der Voransicht und als visuelle Entscheidungshilfe.

Variante 1, 16 Bilder aus dem Beispielfoto Äste: Manchmal sind zwei Ausschnitte ähnlich groß und es entstehen quasi parallele Strukturen. Dieses rhythmische Element erhöht für mein ästhetisches Empfinden den Abstraktionsgrad und die grafische Wirkung.

Als Variante „zerschneide“ ich ein Bild in kleinere Quadrate und setze es in anderer Abfolge wieder zusammen. Diese De- und Rekonstruktion stört die ursprüngliche Wahrnehmung der kontrastreichen Motive und reduziert (hoffentlich) das Ergebnis in grafischer Hinsicht. Selbstverständlich schneide ich nicht mit einer Schere, sondern virtuell am Computer, die Ausschnitte werden zufällig neu geordnet.

Variante 2, scissors & glue, 10 Beispiele

Realisiert ist das Ganze mit MaxMSP/Jitter.

Hier sind ein paar erste Beispiele mit zarteren Fotos. Damit kann ich zeigen, dass das Ergebnis je nach Motivik und Dichte der Fotos variiert. Interessant ist es, neue Fotos für den GrafikGenerator zu suchen und damit eine Rückkoppelung Fotografie – GrafikGenerator – Fotografie – Grafikgenerator zu beginnen: Der GrafikGenerator beeinflusst auf diese Weise meine Art, zu fotografieren.

Beispiele, 16 Bilder aus Fotos mit Gräsern.