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Die Waldstätte

Die Dampfschiff-Symphonie des Schweizer Musikers und Komponisten Cyrill Schläpfer wurde beim Heimatfilmfestival 2009 in Freistadt gespielt. Cyrill Schläpfer hat die Geräusche der fünf Dampfer des Vierwaldstättersees akustisch in allen Varianten aufgenommen und mit Fotografien zu einer audiovisuellen Komposition verarbeitet.

Ich durfte die Filmgespräche im Anschluss an die beiden Vorführungen mit Cyrill Schläpfer führen. Neben der Frage nach dem Publikum für solche Experimente standen Fragen der Beziehung zwischen Bild und Klang im Vordergrund, Fragen der (musikalischen) Konstruktion und Form des Werkes und verschiedene technische Details, an denen andere Regisseure interessiert waren. Das zweite Filmgespräch wurde für eine Radiosendung mitgeschnitten und interessanterweise waren die Beiträge aller Beteiligten hörbar auf eine Veröffentlichung im Radio ausgerichtet. Ein schönes Beispiel dafür, wie die Medienwelt die Konstruktion unserer Kommunikation mitbestimmt.

Für die Moderation der Filmgespräche wurde ich vom Festival-Team ausgewählt, weil ich selber im Bereich Medienkomposition arbeite. Cyrill Schläpfer hat sich in einer Rückmeldung darüber erfreut gezeigt, dass sein Werk diesmal stärker aus kompositorischer Perspektive als aus üblicher Film-Erwartungssicht besprochen wurde.

Homepage von Cyrill Schläpfer mit Klangbeispielen, Interviews und seinen anderen Projekten.

Trailer auf Youtube:

constructing.body.painting

Dekonstruktion und Rekonstruktion von bemalten Körpern.
Digitale Videobearbeitung mit Aufnahmen vom Internationalen Bodypaintingfestival 2007 in Seeboden, Kärnten, Österreich.

Die Teilnahme am Bodypainting-Festival als Videokünstler habe ich mit der Herausforderung verbunden, Bilderserien aus Videoaufnahmen zu generieren. Die Videoaufnahmen von bemalten Modellen entanden bereits mit der Absicht, sie in einzelne Phasen zu zerlegen und die Körper(teile) aus unterschiedlichen Zeitpunkten neu zusammenzusetzen.

Die Rekonstruktion zeigt – je nach Art der Bewegung des Modells – mehr oder weniger Bruchstellen. Diese Bruchstellen und veränderten Proportionen sind durchaus beabsichtigt und ergeben sich auch aus einer Fokussierung auf jeweils wichtige Körperpartien: Kopf, Brust, Bauch, Becken, Bein/Fuß. Bei den meisten Bildern werden dann diese fünf Bereiche in fünf quadratischen Ausschnitten übereinandergestellt.

Einige dieser Arbeiten werden hier vorgestellt, die Bilder stehen aufgrund der geringen Auflösung von Videos maximal im Format 25x5cm als Druckgrafik zur Verfügung.

Technisch realisiert als MaxMSP/Jitter-Projekt.