Der Teich bringt eine eigene Lebenswelt in den Garten: das Wasser und was sich auf und unter der Wasseroberfläche befindet. Die spiegelnde Wasserfläche schafft mehrere visuelle Ebenen: über, auf, unter dem Wasser sowie Schatten und Spiegelungen der Objekte über und auf dem Wasser.

Abstrahiert man nun einen solchen Ausschnitt mit Hilfe der Fotografie von der Umgebung, so ist nicht mehr selbstverständlich klar, in welchem Bereich sich ein Objekt befindet, wie die Beziehungen von Objekten zueinander sind, ob sie real oder gespiegelt oder Schatten sind. Diese Mehrdeutigkeit schafft die nötige Spannung für die Wahrnehmung.

Objekte im Wasser sind wegen der nur teilweisen Lichteindringung ins Wasser grundsätzlich flauer belichtet. Durch Korrektur der Tonwerte versuche ich, die Wirkung der hell-dunkel-Werte unserer Alltagswahrnehmung anzupassen. Die Tonwerte der Objekte außerhalb des Wassers werden dadurch etwas übertrieben gespreizt.