Fotografische Aufnahmen von Geschwindigkeit zeigen eine Diskrepanz zu unserer visuellen Wahrnehmung von Geschwindigkeit. Während unser Gehirn die unscharfen Aufnahmen zurecht-rechnet oder so viele Bilder pro Sekunde wahrnimmt, dass wir die Vorstellung einer glatten Bewegung erhalten, zeigt uns der Zeitabschnitt eines Fotoapparats (je nach Technik, Geschwindigkeit und Belichtung) die Bewegung in einem einzigen Bild, also bewegungsunscharf. Bei einiger Konzentration ist es allerdings möglich, auch in der Sinneswahrnehmung die unscharfen Bilder zu sehen.

Ein zweites Thema dieser Serie sind die verschiedenen Bildebenen, die sich durch Ausblick aus dem Fenster, Anblick vor dem Fenster, Spiegelung und Rückspiegelung ergeben. Die Geschwindigkeitsbilder werden dadurch vielschichtig und erfordern die Entzifferung der verschiedenen Ebenen.

Die Aufnahmen entstanden während einer Busfahrt und stehen in einer Reihe mit anderen anderer Serien zum Thema Geschwindigkeit und Bewegung bzw. vielfältige Bildebenen.